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Glossar

Auf dieser Seite haben wir einige Fachbegriffe zusammengetragen, die von den Fachleuten im Zusammenhang mit Kleinkläranlagen benutzt werden. Kleiner Tipp: Nehmen Sie unser Lexikon doch gleich in Ihre "Favoriten" auf, damit Sie es immer griffbereit haben.

Absetzbare StoffeBei der Absetzprobe wird gemessen, wie viele Schwebstoffe in der Abwasserprobe sich innerhalb einer bestimmten Zeit am Boden eines Gefäßes absetzen.
AbwasserWasser bestehend aus jeglicher Kombination von abgeleitettem Wasser aus Haushalten, Industrie- und Gewerbegrundstücken, Oberflächenabluss und Fremdwasser.
Abwasserverordnung (AbwV)Auf diese Verordnung greift in aller Regel Ihre zuständige Behörde zurück für "die Erteilung einer Erlaubnis zum Einleiten von Abwasser in Gewässer". Den vollständigen Text der Abwasserverordnung (inklusive aller Anhänge) können Sie online nachlesen bei amtshilfe-online.
aerobIm betrachteten Milieu ist Sauerstoff gelöst vorhanden.
anaerobIm betrachteten Milieu ist kein Sauerstoff vorhanden.
AuftriebssicherungIn Gegenden mit hohem Grundwasserspiegel ist es ratsam, die Kleinkläranlage so im Erdreich zu verankern, dass steigendes Grundwasser - etwa nach starken, lang anhaltenden Regenfällen - den oder die Behälter nicht nach oben drücken kann.
BelebtschlammDie Mikroorganismen bilden mit zunehmender Zellteilung während biologischer Abbauprozesse im Abwasser eine sichtbare Biomasse in Flockenform, den so genannten Belebtschlamm. Er besteht aus einer Vielzahl lebender Mikroorganismen, die in Gegenwart von Sauerstoff das Abwasser reinigen. Normalerweise erscheint der Belebtschlamm als graubraune, flockenähnliche Trübung in der belüfteten Kammer der Kleinkläranlage.
BelebungsbeckenBiologische Reinigungsstufe: Das Becken bzw. der Anlagenteil mit der biologischen Abwasserreinigungsstufe.
BiofilmDamit ist die Gesamtheit der reinigenden Mikroorganismen gemeint, die beim Festbettverfahren auf speziell entwickelten Gitternetzröhren siedeln. (Auf diese Weise sind die nützlichen Mikroorganismen besonders geschützt vor schädlichen Abwasserinhaltsstoffen, vor Ausschwemmung und Austrocknung. Festbettverfahren eignen sich aus diesem Grund auch für "unterlastete" Anlagen, zum Beispiel in Wochenendhäusern.)

Biomasse

Unter Biomasse versteht man die in der Kleinkläranlage befindliche Menge an so genanntem Belebtschlamm oder Biofilm, also die lebenden Organismen.

BSB5(biologischer Sauerstoffbedarf)

Konzentration des gelösten Sauerstoffs, der unter festgelegten Bedingungen in 5 Tagen durch biologische Stoffwechselvorgänge im Wasser verbraucht wird.
CSB (chemischer Sauerstoffbedarf)Konzentration des bei der Oxidation von im Wasser enthaltenen Stoffen mit Dichromat unter festgelegten Bedingungen verbrauchten Sauerstoffs.
DenitrifikationReduktion von Nitrat oder Nitrit durch Bakterien, im wesentlichen zu gsaförmigem Stickstoff.
Klärschlamm (auch Vorklärschlamm)Damit sind die Feststoffe gemeint, die sich in der ersten Kammer der Kleinkläranlage (vgl. Vorklärung) im Laufe der Zeit ansammeln. Dieses Schlammaufkommen muss in regelmäßigen Abständen durch einen von der Kommune beauftragten Entsorgungsdienst abholt werden. Die Abfuhr des Klärschlamms ist, wie alle andere Kontrollen der Kleinkläranlage auch, im Betriebsbuch zu vermerken.
NitrifikationOxidation von Ammonium durch Mikroorganismen, üblicherweise bis zum Endprodukt Nitrat..
pH-WertDer pH-Wert gibt den Säure- oder Basengehalt des Abwassers an. Neutrales Wasser hat einen pH-Wert von 7,0.
RücklaufschlammUm den biologischen Anteil in dem Belebungsbecken aufrecht zu erhalten wird der in das Nachklärbecken abgetriebene Belebtschlamm regelmäßig zurückgefördert.
SchlammentsorgungEntleerung der Absetzkammer durch Entsorgungsunternehmen. Das Abpumpen des Schlammes erfolgt entweder bedarfsgerecht durch Anweisung der Kleinkläranlagen-Wartungsfirma oder in regelmäßigen Abständen. Zu beachten sind vorrangig die Vorgaben durch die regional zuständige Wasserbehörde und nachfolgend die Zulassungsgrundsätze der jeweils betriebenen Kleinkläranlage.
Schlammvolumenindex (auch Schlammindex oder SVI)Das von 1g Trockenmasse des belebten Schlamms nach dem Absetzen unter festgelegten Bedingungen nach einer festgelegten Zeit, in der Regel nach 30 min, eingenommene Volumen in Milliliter.
ÜberschussschlammDer biologische Abwasserreinigungsprozess im Belebungsbecken ist abhängig von der vorhandenen Bakterienmasse. Bei zu viel Belebtschlamm (Überschussschlamm) wird ein Anteil ins Vorklärbecken abgezogen.
Vorklärung (auch Vorklärbecken)Gemeint ist damit die Kammer der Kleinkläranlage, in die das Abwasser zuerst gelangt (manchmal wird auch ein kompletter Behälter zur Vorklärung genutzt). Hier setzen sich die Feststoffe (Fäkalien, Gemüse, Obst, Textilien, Papier etc.) nach und nach auf dem Boden ab (vgl. Klärschlamm) - man spricht dabei von Feststoffabscheidung.
Vorreinigung/Vorklärung (VK)Mechanische Abwasserreinigungsstufe: Absetzvorgang, bei dem durch Schwerkraft die Feststoffe vom Abwasser getrennt werden.

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zuletzt aktualisiert am: 22.12.2006




Im vorstehenden Text enthaltene Verweise:

© Abwasser Dezentral,
Stand:17.12.2017